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Weblog von ClausBernet

Claus Bernet schreibt jetzt auf http://quaekernachrichten.blogspot.com/

Bislang habe ich hier hin und wieder Beiträge verfasst, die zu meinem Erstaunen überaus häufig abgerufen werden, obwohl es meist nur kurzgehaltene Buch- oder Tagungsankündigungen waren.

In Zukunft schreibe ich auf http://quaekernachrichten.blogspot.com

Billig, und lesenswert

Die „Deutsche Quäkerbibliographie“ ist nun in einer zweiten Auflage erschienen und wird derzeit ausgeliefert. Im Gegensatz zur Erstauflage wurde Entscheidendes verbessert:

Neuerscheinung 3: Quäkertum und Judentum, 1933 bis 1945.

buch coverÜber diese Veröffentlichung freue ich mich ganz besonders, da ich viel Arbeit (und Kosten) in diesen Text zu Quäkern und Juden in den Jahren 1933 bis 1945 investiert habe. Mehrmals war es notwendig geworden, Details im Londoner Quäkerarchiv vor Ort zu klären. Die Vorarbeiten gehen bis auf das Jahr 2004 zurück, und durch verschiedene Umstände und Schwierigkeiten konnte der Band erst jetzt endlich gedruckt werden:

„Ja-sagen zum Judentum“ – Die Quäker und ihr Verhalten gegenüber den Juden in Deutschland von 1933 bis 1945, in: Daniel Heinz (Hrsg.): Freikirchen und Juden im „Dritten Reich“. Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld, Göttingen 2011, S. 34-65 (Kirche – Konfession – Religion, 54).

2011, 343 Seiten, gebunden Kirche – Konfession – Religion, Band 54 € 49,90 D / € 51,30 A / SFr 69,90 ISBN 978-3-89971-690-0

Neuerscheinung 2: Markus Schwaner, ein Freund und Mitarbeiter von George Fox

Zum meinem eigenen Erstaunen war Markus Schwaner selbst eingefleischten Quäker-Kennern der DJV bislang nicht bekannt. Um ein Haar wäre er der erste und letzte Quäker-Märtyrer Deutschlands geworden, als die Lutheraner ihm im Gefängnis zu Zittau mit dem Schwert drohten. Sein abscheuliches Verbrechen: er wollte an das Innere Licht glauben, ein friedliches Leben führen und sich nicht länger von Pastoren beschwätzen lassen. Die Folgen:

Neuerscheinung 1: Quäker in Minden (Teil 1)

Obwohl Quäker bekanntlich Ostern nicht feiern, kann ich doch gleich drei Ostereier ins Nest legen. Das erste ist ein Aufsatz zur Geschichte der Quäker in Minden und dem Umland, also auch Eidinghausen, Hille, Werste und Volmerdingsen bei Bad Oeynhausen.

Zunächst die Titelinformation: Die Geschichte der Quäkergemeinde Minden, Teil 1: Von ihrer Gründung 1796 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in: Westfälische Forschungen, 60, 2010, S. 503-527 (ISBN: 978-3-402-15393-2)

Etwas mehr findet man hier:
https://www.lwl.org/pipermail/westfaelische-geschichte/2010-December/005...

Quäker “Outreach” im Herzen Europas: Ab Mai werden zwei Ausstellungen Tausende erreichen

Quäker versuchen und versuchten immer Menschen auf beiden Seiten eines Konfliktes zu helfen. Auch im 2. Weltkrieg war es nicht anders. Deutsche Quäker, z.B., verteilten Bücher unter alliierten Kriegsgefangenen, wie auch englische und amerikanische Quäker ähnliches für die Kriegsgefangenen in ihren Ländern taten. Spuren e.V. (ein kleiner Kulturverein aus dem Weserbergland) und TRACES (eine nicht profitorientiertes Geschichts- und Bildungsorganisation aus St. Paul/Minnesota/USA, die mit dem AFSC “Stille Helfer” Projekt involvierte war) werden ab Mai 2011 zwei Ausstellungen nach Deutschland und Österreich bringen, die eher unbekannte Aspekte der deutsch-amerikanischen Geschichte beleuchten. Mehr Infos unter www.TRACES.org.

Clara Elisabeth Winter: Romanschriftstellerin und Quäkerin

Clara Elisabeth Winter - sie lebte von 1894 bis 1965 - war eine Romanschriftstellerin, deren Biographie ich in den letzten Jahren aufgearbeitet habe. Nachlesen kann man ihr bewegtes Leben jetzt im Band 21 der „Beiträge zur Heimatkunde der Städte Löhne und Bad Oeynhausen“ (2010).

Tacke auf der Spur: Kriegsdenkmal in Falkenberg

Was genau hat es eigentlich mit dem Kriegsdenkmal des Quäkers Eberhard Tacke (1903-1989) auf sich? Das wurde ich kürzlich von einem englischen Quäker gefragt, und es begann mich selbst zu interessieren. Es handelt sich um eine Kirche in Falkenberg/Elster, einer verschlafenen Stadt im südlichen Brandenburg. Mehrere Bitten an den Pastor der Gemeinde, Andreas Beer, um ein Foto waren trotz Versprechungen und Zusicherungen erfolglos. So machte ich mich also heute Morgen mit Kamera und Tonbandgerät auf den Weg.

Eberhard Tacke, der Quäker-Maler

Es gibt Biographien, die möchte man lieber gar nicht so genau kennen, oder? Die von Eberhard Tacke (1903-1989) gehört dazu. Einigen ostdeutschen Quäkern ist Tacke noch als harmloser, freundlicher, aber auch recht eigenbrötlerischer Mensch in Erinnerung. Was keiner wusste (oder wissen wollte): Tacke war, auch nach seinem Beitritt zum Quäkertum, überzeugter Soldat und Nationalsozialist. Sogar noch nach dem Zweiten Weltkrieg hat er verherrlichende Kriegsdenkmäler geschaffen, wie man sie noch heute etwa in der evangelischen Kirche von Falkenberg/Elster „bewundern“ kann.

Tacke schreckte vor nichts zurück: sein Portrait des "Propagandaministers" Dr. Joseph Goebbels (1897-1945)

Die Quäker in Berlin: Höhepunkte und Tiefpunkte

Die Erforschung des deutschen Quäkertums hat, nach ersten wissenschaftlichen Publikationen in den 1920er Jahren, seit etwa dem Jahre 2000 eine erstaunliche Renaissance erfahren. Bislang lag der Schwerpunkt der Forschung aber ganz auf dem 17. Jahrhundert und auf den Städten mit größeren Quäkergemeinden, wie Friedrichstadt, Emden oder Danzig. Wenig ist dagegen bislang über die Quäker und ihr Handeln in Berlin bekannt – immerhin gibt es dort eine dreihundert Jahre zurückreichende Geschichte.

Vortrag: Claus Bernet spricht über „Das Lutherbild im Quäkertum“

wann: 19.3.1010, 17:30-18:30; anschl. Diskussion
wo: Schloss Mansfeld (Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt)
Inhalt: nach einem Vergleich von Martin Luther mit George Fox geht es um das Verhältnis der Quietisten, der Evangelikalen und DJV zum Luthertum. Schwerpunkt wird sein: Emil Fuchs und Heinz Röhr.

Erziehung zum Quäker: Quäkererziehung

Quakerlerer Hempel

Wiedings, Tempels, Casper – die Liste der Quäkerlehrer ist lang. Warum so viele Mitglieder der DJV als Lehrer arbeiten, ist kein Zufall. Ob aber Lehrer bevorzugt zum Quäkertum kommen, oder ob das Quäkertum die Lehrer und Lehrerinnen hervorbringt, wird ein ewiges Geheimnis bleiben. „Quakeriana Paedagogica“ (Teil 1 und 2) berichtet von den Erfolgen und Misserfolgen der deutschen Quäkerpädagogik.

doch...

Stuttgarter Quäker im Licht der Wissenschaft

Wer über die Anfänge des Quäkertums in Süddeutschland, vor allem in Stuttgart, etwas wissen möchte, dem kann geholfen werden.
Gerade ist erschienen: Claus Bernet: Die Deutsche Jahresversammlung in Stuttgart: Ein Gründungsversuch aus der Anfangszeit der deutschen Quäker um 1920, in: Blätter für Württembergische Kirchengeschichte, 107, 2007, S. 239-250 ISSN 0341-9479.

Quäkertum im Dritten Reich


Buchdeckel

In diesen Tagen erscheint der Sammelband „Vertreibung des Sozialen“, der auch etwas mehr Licht in die Quäkergeschichte zwischen 1933 und 1945 bringt. Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich mit Quäkern, besonders zu Magda Kelber, Elisabeth Rotten und Hertha Kraus.

Rufus Jones: Der Quäker, der mit Hitler sprechen wollte


Buch-Titelseite.

Rufus Jones: Der Quäker, der mit Hitler sprechen wollte

Rufus Jones rettete nach dem Ersten Weltkrieg durch die „Quäkerspeisung“ Millionen vor dem Verhungern. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die amerikanischen Quäker 1947 den Friedensnobelpreis erhielten. In Deutschland ist er auch dafür bekannt, da er 1938 in Berlin versuchte, mit Hitler ein persönliches Gespräch zu führen.

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